Marine ABC
| 11er | Decksgast (Verwendungsreihe 11), die eigentlichen Seeleute. Man sagt: "Deutsch" 5 + "Mathematik" 6 = "Marine" 11 |
| A | irgendwie wird jede Durchsage mit dem Buchstaben "A" begonnen, z.B. "A"Reise, Reise AUFSTEHEN !!! *lautbrüll* |
| Abgänger | Jemand, der maximal noch 100 Tage Dienst tun muß. Ausruf mit der Bedeutung: "Leck mich am Arsch" |
| Achterdeckstaufe | Zu meiner Zeit eingeführt wurde später leider verboten. Neuer Kistenmaat wurde an einem Wochenende im Auslandshafen oder Wachwochenende an den "Pfahl" gebunden bzw. geklebt und mit vielen leckeren Sachen verziert (z.B. Nutella o.ä.) |
| Allez allez! | Eine von 10 Fahrtstufen. Nach dem Ausruf des fahrenden Offiziers (kurz Fahr-WO), wurde die Motorendrehzahl auf 1.750 u/min erhöht, sodass das Boot eine Geschwindigkeit von 35kn fuhr. Diese wurde allerdings so selten eingeregelt, dass der Fahr-WO eine Kiste Bier spendieren musste! |
| Alle zweimal Stopp |
Absolutes Notmanöver um abzubremsen. Da ein umkuppeln, von vorwärts auf rückwärts, der Schiffsschrauben nur bei einer Schraubendrehzahl von kleiner als 400 Umdrehungen möglich war, hätte bei höheren Fahrtstufen des Fahrkommando „alle Stopp – alle AK zurück“ nicht die gewünschte Wirkung (möglichst schnell zum Stehen zu kommen) gehabt. Die Motoren auf Stopp gestellt hätten bewirkt, dass die Schrauben ausgekuppelt worden wären und dann durch die eigene Geschwindigkeit des Bootes durch den Wasserstrom weiter in die gleiche Richtung gedreht worden wären bis sie die 400 Umdrehungen Marke unterschritten hätten (Autorotationsprinzip bei Hubschraubern). Obwohl die Fahrhebel schon auf AK-Zurück gestanden hätten, hätte das Getriebe erst dann auf Zurück eingekuppelt. Hierbei wäre wertvolle Zeit verschwendet worden. Bei „alle zweimal Stopp“ werden aus der bestehenden Fahrtstufe die Motoren binnen zwei Sekunden auf den Kuppelpunkt gezogen. Hierbei werden die Motoren auf eine Drehzahl von 800 Umdrehungen herunter gezwungen und damit die Schrauben, da sie ja noch eingekuppelt sind und damit eine „starre“ Verbindung zu den Motoren haben, auf 400 Umdrehungen gebracht. Nun wird zügig über den Kuppelpunkt hinweg auf zurück gelegt und auf „AK-zurück“ geregelt. Damit werden auch die Schrauben kurz ausgekuppelt und da die Zeit für eine Drehzahlerhöhung in die vorwärts Richtung nicht ausreicht, unmittelbar auf Rückwärts eingekuppelt und beschleunigt. Das ist ein absolutes Notmanöver und durfte auch nicht geübt werden, da hier extreme Belastungen auf die Schiffsverbände ausgeübt werden. |
| Ankerball | Kein gesellschaftliches Ereignis mit Musik und Tanz sondern in diesem Fall ein kugelförmiges Signalzeichen, das im Mast gesetzt wird wenn ein Schiff ankert. Es signalisiert damit anderen Schiffen das es nicht manövrieren kann |
| anpönen | anmalen, lackieren, Lieblingsbeschäftigung aller -->11er ... was sich 10 Sekunden nicht bewegt hat, wird angepönt ... |
| Anzug Anzug | bedeutet: Man behält das an, was man gerade trägt. Meistens der befohlene Anzug in Notsituationen, in denen schnell gehandelt werden muß |
| ASG1600 | AtemSchutzGerät mit 1600 Litern Atemluft für die Brandbekämpfung. Muß dann und wann auf dem Tender aufgefüllt werden ... |
| aufbacken | Tische (Back) in den Messen aufdecken |
| AutoSol | Metall-Reinigungs- und Pflegemittel, meist zum Messingputzen verwendet. Sehr beliebt bei Besitzern von Sportauspüffen, Alufelgen etc. |
| Backen und Banken | eine Mahlzeit zu sich nehmen ... |
| Backschafter | Derjenige, der für das --> Aufbacken verantwortlich ist. Besonders harte Form: Messebackschafter (Backschafter für die Offiziersmesse) |
| Beladehelfer | Die 40mm Aris nannten die 76mm Aris so, weil diese nicht richtig schossen, sondern nur die Kartuschen in den Beladering stellten. Geschossen wurde durch die OPZ. Mit dem 40mm Geschütz konnte dagegen "optisch" geschossen werden. |
| Bade-Gast | Bez. für Fremd-Personal eines anderen Bootes/Schiffes, daß die Annehmlichkeit hat, keine "Scheiß"-Arbeiten machen zu müssen |
| Bilge | Unterste (nur teilweise) zugängliche Ebene im Schiff. Hier sammelt sich Wasser, Diesel, Öl und wenn man Pech hat ... Kotze |
| Bilgentaucher | Andere Bez. für --> Heizer |
| Bongo | Kloschüssel aus Edelstahl |
| Brückenhöhe mit der Glocke ausmessen | Gab es nicht. Neuzuversetzte Soldaten wurde weisgemacht, dass man mit der Glocke die Brückenhöhe ermitteln kann. Dazu musste die Knitte einmal glasen und der NAV hat mit der Stoppuhr gestoppt, wann der Schall zurückkommt -> Ergebnis Einlaufbier |
| Deck | Bezeichnung einer Ebene auf einem Schiff sowie der Behausungen der Mannschaften und Unteroffiziere. Man meldet sich "In's Deck" |
| Decksältester | Derjenige, der am längsten in dem --> Deck wohnt. Legt die Regeln für das Zusammenleben fest und ist für die Ordnung verantwortlich |
| durchwärts | Ausruf für "Platz da!" mit der Wirkung, daß derjenige, der nicht Platz macht, evtl. umgerannt wird |
| durchzischen | Öffnen der Deko-Ventile an den Motoren und Beaufschlagen mit Druckluft, um Kondenswasser aus den Verbrennungsräumen zu blasen |
| Einlauf-Bier | Allgemeines-"Besäufnis" nach dem Anker-Werfen, Einlaufen bzw. Festmachen. Irgendjemand gibt eine Palette Bier aus ... |
| Elefanten-Kondom | Lederabdeckung für das Rohr des 76mm-Geschützes (Es gibt auch die Plastiktütenvariante, die beim 1. Schuß mit weggeschossen wird) |
| Emi | Schiffstechniker, der für die Bordelektrik zuständig ist. Abkürzung für Elektro-Maschinen-Instandhaltung, Verballhornung: Elektro-Mixer |
| Eule |
Eloka-Maat. Die Soldaten der Fachreihe Elektronische Kampfführung wurden als Eulen bezeichnet, da sie auch in der „Dunkelheit“ sehen konnten (passive Radererfassung) |
| Ex | Exercise, jede Übung hat in der NATO-Sprache die Endung Ex. z.B. Minex (Minenwurfübung), Grillex (Grillabend auf dem Achterdeck) |
| Familienfahrt | Schöner Wochenendtrip mit der ganzen Familie am besten bei Hackesee und Smut macht Erbsensuppe |
| Fenderfahrer | Besatzungsmitglieder, die für die korrekte Bedienung der Fender beim An- und Ablegen verantwortlich sind. Ein Fender ist ein großer aufgeblasener Gummiball, der an einem Seil an der Bordwand geführt wird. Dabei sollen bei An- und Ablegemanövern Schäden an der selbigen verhindert werden. |
| Gast | Verwendungsbezeichnung eines Mannschaftsdienstgrades (z.B. schiffstechnischer Gast), nicht etwa eines Mitreisenden ... |
| Gummifotze | Aufsatz/Lichtschutz beim Nav-Radar im Steuerstand |
| Hebel auf die Back | Vollgas geben |
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Hallnummer |
Die weithin sichtbare Aufschrift an Kriegsschiffen. Hier P6146 |
| Heizer | Bez. für Schiffstechniker, wer mal die Temperatur in einem Maschinenraum erlebt hat, weiß, warum diese Leute noch so genannt werden |
| Heizerbank | Sitzbank der Heizer im Steuerstand. Hier sitzen der Fahrmaat und der Fahrgast und geben Gas ... mein persönlicher Lieblingsplatz ... |
| Heuboden | Ein kleiner Raum auf der Brücke mit allerlei Zeugs der 11er, der Navs und inkl. meiner "geliebten" Lichterkette. |
| Ho-Chi-Minh-Pfad | Schmaler beidseitig seitlicher Gang außerhalb der Decksaufbauten eines Schnellbootes der 148er Klasse (Tiger-Klasse) |
| Hotdog | Normalerweise Fastfood, hier: Düppel (Täuschkörper), der Infrarot-gelenkte Flugkörper ablenken soll |
| John Wayne | Bek. US Western-Schauspieler. Hier: Manöver in absoluten Notlagen: Vollgas, Zickzackkurs und aus allen Rohren schießen ... |
| Kammer | Kajüte der Offiziere an Bord eines Schiffes. Man meldet sich beim Betreten einer solchen mit: "In die Kammer" bzw. "Aus der Kammer" |
| Kellerkind | Andere Bez. für --> Heizer |
| KKK | Kleine-Kotzende-Kinder, äußerst beliebte Werbefahrt für Schüler und zukünftige S-Bootfahrer -> hier auch Erbsensuppe |
| Kisten-Maat | Unteroffizier (Maat) der frisch aus der Schule kommt und keine Erfahrung hat |
| Kletterrettungsnetz |
Ein grobes Netz das an der Bordwand herunter gelassen wird um als Aufstiegshilfe zu dienen (Schlauchboot besetze – Mann über Bord). Wird im Hafen von den Aussenbooten als Sicherheitsmaßnahme ausgebracht. |
| Kreiselkompass "aufziehen" | Gab es nicht. Neuzuversetzte Soldaten wurden mit der Turnstange der Antriebsmaschinen (sauschwer) in die OPZ geschickt um den Kreiselkompass "aufzuziehen" -> Ergebnis Einlaufbier |
| KzH bis DZE | Der absolute Traum für Drückeberger: Krank zu Hause bis Dienstzeitende |
| LaDuDi | Laufen ... Duschen ... Dienstschluß ... |
| Laternenrunde |
Bei einsetzender Dunkelheit wurden die Fahrlichter eingeschaltet. Dann wurde ein Heizer auf Laternenrunde geschickt. Seine Aufgabe bestand darin alle Fahrlichter auf Funktion zu prüfen. Da auch die Heckleuchte und die Heckbegrenzungsleuchten zu den Fahrlichtern gehören war es eine gefährliche Aufgabe, zumal sie völlig überflüssig war. Wer einmal in die Schaltpläne der Beleuchtungsanlage geschaut hat, konnte feststellen, dass es für jedes Fahrlicht eine Kontrolllampe in Fahrpult gab die zweifelsfrei die Funktion der Lampe anzeigte (theoretisch). |
| Leder | Lederanzug für die Schiffssicherungsgruppe, die so gerüstet bestens zur Brand- und Leckabwehr gekleidet war, sich aber sonst darin einen Wolf schwitzen |
| Leinenfahrer | Besatzungsmitglieder, die für die korrekte Bedienung der Leinen beim An- und Ablegen verantwortlich sind |
| Luk | waagerecht eingebaute Tür (Luke) |
| Mannheim | Stadt in Deutschland, hier jedoch: Kurzform für Mannschaftsheim. Hier gibt es u.a. auch leckeres Essen ... |
| Mast "abfendern" | Gab es nicht. Neuzuversetzte Soldaten wurde weisgemacht, dass man beim unterfahren einer Brücke den Mast "abfendern" musste. Der Kandidat schleppte natürlich den größten Fender in den Mast und schaute ziemlich blöd aus der Wäsche als er sah das noch reichlich Platz zwischen Brücke und Mast war -> Ergebnis Einlaufbier |
| Mittschiffsbremse | Gab es nicht. Neuzuversetzte Soldaten wurden auf die Suche geschickt, um ihnen eine Kiste Bier zu entlocken. |
| Monatsflasche | Jedes Besatzungsmitglied kann einmal im Monat zollfrei (dutyfree) einkaufen ... (äußerst beliebt!!!) |
| MRS mit KSA | Marine-Rettungs-Schwimmweste mit Kälte-Schutz-Anzug. Das Herumspielen an der kleinen Gasflasche ist nicht empfehlenswert ... |
| MvD | Hat die A...Karte gezogen. Darf den ganzen Tag abwaschen und nach Dienstschluss noch die Kombüse schrubben ... |
| Neustadt | Highlight oder totale Hölle, je nach Lehrgang. Gemeint ist Neustadt a. d. Ostsee. Marine Technikschule Lehrgruppe D, Schiffssicherung -> Tolle Woche für die Heizer an Bord |
| Niedergang |
Das was man in einem Haus als Treppe bezeichnet. Nur viel steiler und schmaler. Eher mit einer Leiter zu vergleichen. |
| Nöhle | Graues, internes Bordkommunikations-Telefon, das durch Drehen an einer Kurbel beim ausgewählten Partner läutet, man kann an der Art des Läutens auf den Partner am anderen Ende schließen: Mannschaftsdienstgrade (zaghaft), Unteroffiziere (etwas forscher), Offiziere mit Stinklaune (lange und supereindringlich, sehr penetrant) bedeutet meistens nichts Gutes ... |
| Nippel | Messing-Stücke in der Mitte der Schleuderscheiben, die als Scheibenwischer dienen. Sehen eben aus wie ... |
| Ölfuß | Andere Bez. für --> Heizer (weil Sie mit einem Bein fast in der --> Bilge stehen ...) |
| Olpenitz | Marinestützpunkt an der Schlei-Mündung. Auch bekannt als Olpesibirsk, weil am Arsch der Welt |
| Ölschute | Kommt dann und wann im Hafen längsseits und pumpt die --> Bilge leer |
| Ostsee-Rocker | Spitzname für Schnellbootfahrer |
| Pappelallee |
Langgestreckte Bucht zwischen der Geltinger Bucht und dem Flensburger Hafen. Diese Strecke wurde beim Einlaufen gerne zum Reinschiff machen genutzt, da nur noch noch Personal für den Fahrbetrieb notwendig war. Man war ja schon zu Hause und konnte sich auch nicht mehr verfahren. |
| Pizza-Service | Die letzte Rettung, wenn der --> Smut mal wieder versagt hat |
| PME | Abkürzung für: Planmäßige Materialerhaltung, die auch für körperliche Verfassungen angewendet werden konnte, wie z.B. Augen-PME (Schlafen) |
| Puster | Bez. für den Funker |
| Reinschiff | Tägliches Putzen und Aufräumen an Bord, gipfelt im wöchhentlichen Großreinschiff mit dem beliebten Messing-Polieren ... |
| Reise Reise | Der Tag an Bord eines Schiffes beginnt wie überall mit dem Wecken, auch purren, das offiziell mit dem Locken eingeleitet wird, mit einem Pfeifsignal, das in der Regel fünf Minuten vor dem eigentlichen Aufstehen mit der Bootsmannsmaatenpfeife gegeben wird. Beim Locken handelt es sich um kurze, lockende Pfeiftöne. Das eigentliche Wecken beginnt hingegen mit einem langgezogen Pfiff und dem Ruf Reise reise, aufstehen, Überall zurrt Hängematten! das Reise reise hat seinen Ursprung im niederdeutschen rise rise, und auch im Englischen to rise hat es die gleiche Bedeutung. (Verantwortlicher für diesen morgentlichen Unsinn ... der UvD) |
| Rolle | Spezielle Ausübung einer Tätigkeit für einen bestimmten Fall, z.B. ABC-Rolle = Tätigkeit bei der ABC-Abwehr |
| Ronde | Patrouillen-Gang durch das Schiff/ Boot zum Aufspüren von Lecks oder Bränden, zieht meistens eine Übung nach sich ... |
| Ruderversager |
Zu unterscheiden sind zwei verschiedene Arten von Ruderversagern. 1. Der elektrische Ruderversager: Hier sind die Hydraulikpumpen ausgefallen – das Ruder lässt sich aber weiterhin von Hand bewegen. Der Hydraulikdruck muss durch den Rudergänger von Hand aufgebaut werden, was schwer geht und gerade bei großen- und hard- Ruderlagen zeitaufwendig ist. Der FahrWO muss diese zusätzlich benötigte Zeit bei seinen Ruder- und Kursbefehlen berücksichtigen. 2. Der hydraulische Ruderversager: Hier hat es eine Leckage in der Hydraulikleitung (-anlage) gegeben. Das Ruder dreht ohne Widerstand durch und eine Wirkung auf die Ruderblätter findet nicht mehr statt. In diesem Fall wird der Notruderraum (Abt. I) besetzt. Dort wird eine Sprechverbindung mit der Brücke aufgebaut und die Ruderanlage über einen kleinen Hydraulikkreis direkt an der Ruderanlage bedient. Da die Art des Ruderversagers maßgeblich für die durchzuführenden Maßnahmen war, wurden die Rudergänger darauf getrimmt die Art des Ruderversagers sofort mit an zu sagen. |
| Schiff vs. Boot | Ein Boot wird dann zum Schiff, wenn es nach STAN (Stärke- und Ausrüstungsnachweis) einen ersten Offizier hat. Boote haben einen ersten Wachoffizier, den I WO (Eins-W O). Ein Schlauchboot heißt mit erstem Offizier IO also Schlauchschiff ... |
| Schlicktown |
Verächtliche Bezeichnung für Wilhelmshaven |
| Schott | Bez. für jegliche Art von Türen; Kommando zum Antreten vor der Stubentür in der Kaserne (möglichst laut gebrüllt) |
| Schulterglatze | Matrose, da jener noch keiner Rangabzeichen auf den Schultern hat |
| Seemannssonntag | Der Seemannssonntag war immer an einem Donnerstag und auch nur während der Hafenliegezeit. Diese Tradition stammt noch aus der Zeit der Segelschiffe. Da es Unglück brachte an einem Freitag auszulaufen und die Vorbereitungszeit in der Regel einen Tag in Anspruch nahm, konnte an einem Donnerstag das Leben ein wenig gelassener angegangen werden, da ein Auslaufen am nächsten Tag nicht zu erwarten war. So war es bald Tradition, dass es am Donnerstagnachmittag Kaffee und Kuchen in gemütlicher und entspannter Runde gab. |
| Skatti | Seekadett (Offiziersanwärter, entspr. Obermaat) |
| Smut | Koch auf einem Schiff (ob das wohl von der Englischen Bezeichnung für Dreck, Schmutz kommt ???) |
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Spargel |
Fahrtmessrohr für die die Geschwindigkeitsanzeige (Log). Ein Rohr, dass durch den Schiffboden in der nähe des Kiels ragt und an der Vorderseite eine Öffnung hat. Das anströmende Wasser staut sich in dem Rohr und erzeugt einen Überdruck, der gemessen wird und als Messgröße für die Schiffsbewegung durch das Wasser angezeigt wird. |
| Spiegel | Die Bordwand am Heck des Bootes |
| Spring |
Diese Bezeichnung hat in der Seefahrt weder etwas mit dem Hüpfen noch mit der englischen Bezeichnung einer Jahreszeit zu tun. Hier werden Festmacherleinen bezeichnet. Die Vorspring ist eine Leine die vom Bug in Richtung Heck auf der Pier festgemacht wird. Sie nimmt die Fahrt nach vorne aus dem Boot. Umgedreht gilt es für die Achterspring. Sie wird von Heck in Richtung Bug auf der Pier festgemacht und nimmt die Fahrt nach achtern aus dem Boot |
| Stelling | Brücke, über die man ein Schiff betritt. Falls man sich in Uniform befindet UNBEDINGT SOFORT die Flagge am Heck grüßen!!! |
| Steuerluft "auffüllen" | Gab es nicht. Neuzuversetzte Soldaten (bevorzugt Heizer) wurden mit einem Kanister (Benzinkanister für den Außenborder) voll mit Steuerluft in den Steuerstand geschickt um in den Öleinfüllstutzen der Ruderanlage Steuerluft "aufzufüllen" -> Ergebnis Einlaufbier |
| Strecktau | Seil das bei Schwerer See als Handläufer von den Decksaufbauten an Backbordseite bis nach Achtern gespannt wurde. Damit wurde denen die diesen Weg benutzen mussten mehr Sicherheit geboten. |
| Taufe | Heutzutage verboten. Total-Verarschung eines Neulings mit allerhand ekligen Aufgaben ... |
| Tender | Eine Art kleines Container-Schiff zur Versorgung in See, gleichzeitig schwimmende Tankstelle, Flughafen, Krankenhaus und Dusche |
| Tittenboote | Flottendienstboote. Sozusagen die Luxusyachten des MAD. Haben die Aufgabe, den feindlichen Funkverkehr aufzufangen, sind daher mit Abhörelektronik vollgestopft. Die Radar und Antennen-Anlagen dieser Boote sind von einer Haube bedeckt, die ihnen diesen Spitznamen eingebracht hat. Eins der drei Boote liegt immer für 2 Monate vor Rußland. Die Dauer des Auffenthalts hat eine relativ luxuriöse Ausstattung zur Folge. Man munkelt, es gäbe sogar eine Sauna an Bord ... |
| Treibholzgeschwader | Bezeichnung der Tiger-Klasse-Fahrer für die Geschwader mit den Booten der Albatros- bzw. Gepard-Klasse, die einen Holzrumpf haben |
| Turm Alfa | Bug-Geschütz |
| TvD | Schiffstechniker vom Dienst, eine Art Hausmeister und Mädchen für alles an einem Tag |
| UvD | Ulli vom Deich (eigentlich: Unteroffizier vom Dienst) |
| Vorpiek | Superkleiner Abstellraum in der vordersten Spitze des Rumpfes. Lagerraum der -->11erei bzw. Knast auf See |
| Warschau Seemeilen | Verächtliche Bemerkung gegenüber einem Vorgesetzten, der weniger Erfahrung hat. Meistens geht der Spruch "Warschau Dienstgrad" voraus |
| Warschau | Ausruf: Bdt.: "Vorsicht" oder "Achtung", ist von Seefahrern vor über 100 Jahren aus den Worten "wahrnehmen" und "schauen" gebildet worden |
| Winki | Name für den Signal-Maat |
| Wolke | Düppel-Ausstoßgerät (nicht zu Verwechseln mit den Hot-Dogs) > Im Falle eines FK-Angriffs Ausstoß von Stanniolstreifen unterschiedlicher Längen, die verschiedene Frequenzen des feindlichen (FK-)Radars abdeckten und somit Falschziele generierten (defensive Radartäuschung) |
| Ziege |
Bezeichnung für die Marinesoldaten der Verwendungsreihe 11 (Seemännischer Dienst). Diese Bezeichnung stammt noch aus den Zeiten der Segelschiffe. Die Matrosen hatten die Aufgabe das Schiff regelmäßig von Bewuchs zu befreien (Seegras abweisen) |
| Zwiwo | Abkürzung für den IIWO (sprich: Zwo W O), den zweiten Wachoffizier |
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